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  • Apothekergarten Waiblingen

    Kurze Straße 33, 71332 Waiblingen

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    Idyl­lisch ge­le­gen - der Apo­the­ker­gar­ten
     
    Der Apo­the­ker­gar­ten ist der zwei­te Gar­ten nach dem Pfarr­gar­ten, den die Stadt an der idyl­li­schen Staf­fel zwi­schen der Kur­zen Stra­ße und dem Zwin­ger an­ge­legt hat. Der Apo­the­ker­gar­ten, in wel­chem den Win­ter über nicht viel zu se­hen und der des­halb ge­schlos­sen ist, ist in der Re­gel von April bis Ok­to­ber von 10 Uhr bis 18 Uhr ge­öff­net.
     
    Er ist zwei­fel­los ei­ner der ro­man­ti­schen Plät­ze in der his­to­ri­schen Waib­lin­ger Alt­stadt:
    Auf der ei­nen Sei­te er­hebt sich die Ni­ko­laus­kir­che über der Stadt­mau­er, ge­gen­über fließt der Mühl­ka­nal un­ter­halb der Vor­mau­er des Zwin­gers, am hin­te­ren En­de steht das "Haus auf der Mau­er", das äl­tes­te er­hal­te­ne Schul­ge­bäu­de der Stadt, und der Ein­gang wird von zwei Stein­bö­gen flan­kiert, die eben­falls zur his­to­ri­schen Stadt­be­fes­ti­gung ge­hö­ren.
     
    Mit der Um­ge­stal­tung des Grund­stücks zum "Apo­the­ker­gar­ten" pflegt die Stadt ei­ne Tra­di­ti­on, denn in dem Gärt­le mit fast me­di­ter­ra­nem Kli­ma wuch­sen schon ehe­dem Kräu­ter. An­ge­legt wor­den ist der Gar­ten nach dem Vor­bild mit­tel­al­ter­li­cher Klos­ter­gär­ten. Er spie­gelt da­mit die Nach­bar­schaft der Ni­ko­laus­kir­che wie­der.
    Zwölf Bee­te zwi­schen streng geo­me­trisch an­ge­leg­ten We­gen ent­hal­ten Pflan­zen, die nach den Heil­wir­kun­gen auf ein­zel­ne Or­ga­ne ge­ord­net sind. So ent­hält ein Beet Pflan­zen, die bei Er­kran­kun­gen von Herz und Kreis­lauf hel­fen, an­de­re Bee­te ent­hal­ten zum Bei­spiel Kräu­ter ge­gen Ver­dau­ungs­pro­ble­me oder zur Be­ru­hi­gung. Die Heil­pflan­zen wähl­ten die Waib­lin­ger Apo­the­ker aus. Klei­ne Schil­der er­klä­ren die Wir­kung der Pflan­zen. Dar­un­ter sind be­kann­te Pflan­zen wie der be­ru­hi­gen­de Bal­dri­an oder das Ab­führ­mit­tel Ri­zi­nus, aber auch un­be­kann­te­re wie die Heil­pflan­ze Hau­he­chel, die bei Nie­ren­be­schwer­den hilft, oder das ap­pe­tit­an­re­gen­de Tau­send­gül­den­kraut.
     
    Für das gro­ße Schild am Ein­gangs­tor so­wie für sämt­li­che Schil­der und Ta­feln, wel­che die Bee­te und die Pflan­zen be­schrei­ben, ha­ben die Waib­lin­ger Apo­the­ker 3.000 Eu­ro an die Stadt und ih­re Bür­ger ge­spen­det.
    Apothekergarten2
    Über ei­nen Steg kön­nen Pas­san­ten vom Gar­ten aus den Pa­vil­lon auf der Mau­er über dem Mühl­ka­nal er­rei­chen.
     
    Von der mit "Bi­ber­schwän­zen" ge­deck­ten Holz­kon­struk­ti­on ha­ben Sie ei­nen Aus­blick über die Er­len­in­sel und wei­ter hin­aus in die Talaue. Die Lau­be wur­de re­no­viert und mit ei­ner Holz­bank ver­se­hen. Sie steht auf ei­nem ehe­ma­li­gen Wehr­türm­chen der Stadt­be­fes­ti­gung, das auch als Ker­ker ge­dient hat­te. Ge­gen­über dem Gar­ten­haus sind noch die Res­te ei­ner Staf­fel zu se­hen, die einst zur Kur­zen Stra­ße hin­auf führ­te.
     
    Ein wei­te­res his­to­ri­sches Klein­od des Gar­tens ist die Son­nen­uhr an der Ni­ko­laus­kir­che. Ein halb­kreis­för­mi­ger Brun­nen bil­det den Ab­schluss der An­la­ge.
     
    Den Gar­ten hat­te die Stadt En­de 1998 von der Waib­lin­ger Apo­the­ker­fa­mi­lie Hengst­ber­ger er­wor­ben. Er wur­de 1999 neu ein­ge­fasst und soll­te ur­sprüng­lich schon im Jahr 2000 fer­tig sein. Ar­chäo­lo­gi­sche Un­ter­su­chun­gen be­nö­tig­ten zu­sätz­lich Zeit. Die Ver­mu­tung, dass die mit­tel­al­ter­li­che Stadt­mau­er einst un­ter dem Gar­ten ver­lau­fen war, be­stä­tig­te sich je­doch nicht.
  • Art:

    Kinder / Familie, Natur, Sehenswürdigkeiten

    Quellen / Urheber:

    http://www.waiblingen.de
    Bild 1: Foto: © WTM GmbH Waiblingen / Kai Koepf

    Öffnungszeiten:

    Öffnungszeiten: April bis Oktober 10:00 - 18:00 Uhr